#29 – Schwarz & Weiß

Its all about garbage, © Monika Andrae

It's all about garbage, © Monika Andrae

Die heutige Sendung gäbe es nicht ohne Euer Feedback. Sowohl beim Hauptthema als auch beim Buchtipp greife ich auf Fragen bzw. Ideen von Euch zurück. Danke dafür! 🙂

Den Anfang machen zwei Fragen von Pauline:

  • Was macht ein gutes Schwarzweißbild aus?
  • Worauf muss ich bei einem Schwarzweiß-Fotospaziergang achten?

Außerdem gibt es heute wieder einen Buchtipp. Den Hinweis auf das vorgestellte Buch habe ich auch über twitter erhalten. Leider weiß ich nicht mehr von wem, weil twitter eine ganze Reihe meiner Favoriten “vergessen” hat. Lieber twitter-Follower mit dem guten Buchgeschmack – wenn Du Dich wiedererkennst, melde Dich gerne in den Kommentaren. 🙂

Buchtipp: Harald Mante: Photography Unplugged. dpunkt.verlag 2009

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9 comments

  • Moondragon

    Mir ist vor kurzem erst klar geworden, dass Schwarzweißbilder vor allem eines brauchen: Kontrast!

    Das fängt schon mit der Aufnahmesituation an. Wo bei einem Farbbild die verschiedenen Farben für eine klare Abtrennung der einzelnen Bildelemente sorgen (können), wird bei einem Schwarzweißbild schnell alles grau in grau. Daher achte ich bei der Aufnahme darauf, dass sich die Bildelemente durch ihre Helligkeit unterscheiden (z.B. dunkler Baum in hellem Schnee) oder Licht und Schatten für eine klare Trennung sorgen.

    In der Bearbeitung sorge ich dann über eine Tonwertkorrektur dafür, dass das Histogramm an beiden Seiten anstößt, also tiefstes Schwarz und hellstes Weiß vorkommen. Je nach Geschmack und Ausgangsmaterial arbeite ich anschließend mit Gradationskurve, Kontrast- und Klarheitsregler die Übergänge zwischen Hell und Dunkel mehr oder weniger stark heraus.

    Natürlich gibt es auch Bilder, die mit weichen Übergängen und wenig Kontrasten gut funktionieren, u.a. auch High- und Lowkey Bilder, in der Regel gefallen mir aber die kontrastreicheren besser.

    Hier zwei Beispiele aus meinem Flickr-Stream:
    http://www.flickr.com/photos/michael_gr/3932394840
    http://www.flickr.com/photos/michael_gr/4372996666

  • thomas

    Wieder mal eine schöne MMK-Folge zu einem interessanten Thema.
    Mir ist noch ein Grund für s/w eingefallen: Es gibt weiße/graue/schwarze/silberne Motive, bei denen sich unwichtige Bildelemente durch ihre Farbigkeit in den Vordergrund drängen. Extrem ist mir das beim Mercedes-Museum aufgefallen, bei dem man mit dem farbigen Schimmern der Verglasung zu kämpfen hat, v.a., wenn man einen Polfilter einsetzt. >>> http://bit.ly/9JmQhQ
    Auch gemein sind Bildserien mit Mischlicht-Situationen, bei denen man den Weißabgleich nicht so gelöst kriegt, dass ein harmonischer Gesamteindruck aller Aufnahmen erzielt werden kann.
    Hier noch ein Linktip mit unglaublich schönen s/w-Bildern: http://www.wolfgangmothes.de/

  • Daniel

    Während ich heute per Firmenauto durch Südtirol fahren musste, was trotz der Landschaft eigentlich doch recht langweilig war, tönten nach und nach die letzten drei Folgen von Monis Motivklingel aus den Lautsprechern, so auch dieser. (Leider hänge ich etwas hinterher, weil ich den Podcast erst vor einiger Zeit gefunden habe und natürlich nun alle Folgen seit Nr. 1 erstmal nachholen musste, man will ja nix verpassen – aber nun bin ich endlich up-to-date, jippie!) Jedenfalls war es dann eine deutlich spannendere Autofahrt als anfangs gedacht. 🙂

    Ich bin mittlerweile ein ausgesprochener Schwarzweiss-Fan geworden und entscheide mich manchmal schon während der Aufnahme, oft aber auch erst zuhause am Rechner für oder gegen eine Schwarzweiß-Umsetzung. Ergänzend zur Folge noch ein Gedanke: Ich habe das Gefühl, dass es zur Bildbeurteilung überhaupt nicht hilfreich ist, das “Original” zu kennen bzw. zu wissen, wie es vor Ort aussah – ich finde, das blockiert ein bisschen die etwas abstrakte Sichtweise vieler Schwarzweiß-Aufnahmen. Insofern finde ich gerade hier ein bisschen zeitlichen Abstand zwischen Aufnahme und Bearbeitung manchmal ganz hilfreich.

    (Womit wir den thematischen Bogen zur vorletzten Folge hätten – wieviel Distanz braucht man zu seinen Bildern?)

    Dasselbe gilt meiner Erfahrung nach auch für die Beurteilung der Bilder durch Außenstehende – wenn diese bei der Aufnahme dabei waren, finde ich es irgendwie immer schwer, ihnen dann später ein Schwarzweiß-Bild zu präsentieren. Den Leuten fehlt dann immer was, weil sie das ganze natürlich farbig in Erinnerung haben.

    Weiterhin alles Gute, freue mich auf die nächste Folge.

  • B_D_X

    So langsam gruselt’s mir! Wir müssen irgendwie einen identischen Buch-Geschmack haben! JEDE deiner Empfehlungen hatte ich kurz bevor die jeweile Folge erschien auch ins Auge gefasst oder sogar schon gekauft. Unheimlich.

    🙂

  • admin

    @Pauline
    Und Dir danke für die Frage. So konkrete Ideen, die mir direkt eine Vorlage für ein Thema geben sind super. Dann weiß ich, dass ich etwas aussuche, was Euch interessiert.

  • admin

    @B_D_X
    Hihi 🙂

    Dann bin ich mal gespannt, was Du zu den nächsten Empfehlungen sagst. Zwei habe ich schon im Sinn – bloß habe ich in die Bücher noch nicht lange genug hineinsehen können, um mir Notizen für eine Folge zu machen. Mal sehen, ob ich mir die noch irgendwie besorgen kann.

  • Roland1964

    Hallo nochmals,

    ich hätte vielleicht doch eher ein anderes Buch von Harald Mante empfohlen:
    DAS FOTO – Bildaufbau und Farbgestaltung
    aus dem Verlag Photographie.

    Dort findet man Kapitel für Kapitel eine Einführung in Bildgestaltungselemente, die man nach und nach zum Probieren umsetzen kann.
    Und seine Bilder in dem Buch mögen zwar das Thema treffen, so richtig überzeugend sind sie andererseits auch nicht und laden ein, zu dem gestalterischen Element auch noch etwas Schönes zu erzeugen.

    Gruss
    Roland

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