#39 – Nicht ganz unsichtbar

© Monika Andrae

Ziel eines jeden Fotografen, ganz gleich ob Hobbyist oder Profi, ist es doch, die Kamera irgendwann nicht mehr als Fremdkörper, sondern im Optimalfall als “gar nicht mehr da”, als “verlängerter Arm” oder “drittes Auge” wahrzunehmen. Es wäre doch schön, wenn wir die Bilder in unserem Kopf einfach  nur noch mit der Kamera einsammeln könnten.

Auf de Weg dahin finde ich es ganz praktisch, sich manchmal ganz absichtlich mit einem echten “Fremdkörper” auf Pirsch zu begeben.

Heute außerdem in der Sendung: die Stimme aus dem Off, der Fehlerteufel und eine neue Aufgabe – der eiserne Fotograf #13.

Achtung Fehlerteufel!! In der Sendung habe ich behauptet, es gäbe den Rollei Crossbird und den Rollei Redbird als 127er Film. Letzteres war ein klassischer Versabbler … Nicht den Redbird gibt es als 127er, sondern den Nightbird.

Der eiserne Fotograf #13:
Mache ein neues Foto, das alle folgenden Elemente enthält:

  1. Landschaft – oder einen Bestandteil davon
  2. “Wie früher”
  3. In einem ungewöhnlichen Format

Ihr könnt dazu beliebig viele Bilder schießen, mit dem Flickr-Tag mmkef13 versehen und in diese Flickr-Gruppe werfen, aber nur Euer bestes Bild dürft Ihr einreichen, in dem Ihr es in den dazugehörigen Diskussionsbeitrag postet.

Die Aufgabe läuft von Montag, den 22. November, bis Mittwoch, den 8. Dezember 2010. Die besten Bilder werden in der Sendung besprochen.

Gewinner jeweils eines in Nepal gestickten Motivklingel-Aufnähers (Patch) sind Dotmatchbox, Pauline und montuashana. Bittet meldet Euch per Mail bei mir und gebt mir eine Postadresse durch, an die ich den Aufnäher versenden kann.

Links zu dieser Sendung:

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9 comments

  • franker69

    Erst mal Danke, daß du am Balls bleibst. Ist bestimmt nicht immer leicht.
    Und danke für das Vorwort. Ich kannte Melanie auch nur durch Twitter und ihre Fotos. Und trotzdem war es ein schmerzlicher Verlust, was mich selber ein wenig erstaunt hat. Man sollte die sozialen Medien einfach nicht unterschätzen. Für Gleichgesinnte bzw. Interessengemeinschaften sind sie durchaus mehr als ein Werkzeug. Hier können echte Verbindungen geschaffen werden, auch wenn man sich nicht persönlich kennt.
    Wir haben da wirklich ein großes Talent verloren.
    http://www.foto-chaotin.de/

    So und jetzt überlege ich mir mal was für den Eisernen.

  • Daniel

    Ist vielleicht doof für einen ersten Satz, aber mir ging es wahrscheinlich wie manchem anderen: Ich dachte schon, du hörst auf. Gut, dass ich mich geirrt habe.

    Der Denkanstoß dieser Folge hat mich jedenfalls wieder mal auf der “kommt mir bekannt vor”-Frequenz erwischt. Ich brauche auch dringend einen “Fremdkörper”, denn ich ertappe mich dabei, dass die altbekannte DSLR zuhause liegt (ist ja auch viel zu groß zum Immer-Dabeihaben) – und wenn ich sie dabei habe, fotografiere ich irgendwie nach Schema F, kommt mir jedenfalls selbst so vor. Vielleicht ist es gut, da mal etwas Unruhe rein zu bringen…

    Gut, wenn man einen Kollegen hat, der tatsächlich bereit ist, einem übers Wochenende seine Messsucher-Kamera mit rotem Punkt auszuleihen – ist das wirklich ein so komplett anderes Fotografieren, wie ich so häufig gehört und gelesen habe? Ich bin unglaublich gespannt und freue mich wahnsinnig darauf, nur mit dieser Kamera und einem 35 mm loszulaufen und alles andere auf mich zukommen zu lassen. Kann sein, dass ich dabei hin und wieder leise fluchen werde. Das ganze jedenfalls überhaupt nicht aus technischem Spieltrieb, sondern weil ich gespannt bin, ob sich aus diesen komplett neuen technischen Gegebenheiten auch neue Bildideen entwickeln.

    Alles Gute!

  • roland1964

    Hallo Moni,

    die Folge war ja ganz gut, aber ….
    … irgendwie ist aufgrund der ganzen Technik das Thema Motiv und Kreativität ziemlich verloren gegangen.

    Natürlich ist es spannend, was Du erzählst, aber meinem Empfinden nach ist das mehr Happy-Shooting-Technik als Motivklingel.

    Gruss
    Roland

  • Tilla Pe

    Roland…. ist es nicht so, dass man Kreativität von innen produziert? Um der Kreativität freien Lauf lassen zu können, muss man aber die Technik versuchen zu verstehen. Und bei dem Versuch, der Technik auf den Grund zu kommen, können Menschen Kreativität frei setzen. 🙂

    Nicht alle. Aber viele.

  • Carsten / topfloor

    @Roland1964: auf mich wirkt die Folge gänzlich anders. Der Weg, den Moni immer wieder beschreibt, ist subjektiv, selten gerade, mal bunt oder schwarzweiss, und auch dieses mal w ieder – anregend. Für mich. Hoffentlich auch für andere.

  • Roland1964

    🙂
    Ich habe ja auch nicht gesagt, dass die Folge ‘schlecht’ gewesen sei …
    Bin ja auch gespannt auf die nächste …
    … in der Hoffnung, dass Moni eher Zeit finden wird.

    Und Tilla – stimmt: ich selber gehöre eher zu den ‘Anwendern’, die über das Ausprobieren verschiedener Techniken zu kreativen Ergebnissen findet …

    Gruss
    Roland

  • kadajawi

    Also ich fands interessant, auch wenn es etwas technischer war als sonst. Aber nicht jeder von uns hat so eine alte Kamera, auf mich wirkten diese technischen Beschreibung inspirierend. Kann man so auch mit einer DSLR losgehen? Mit der Intention quadratisch zu schießen z.B.?

    Und vielen vielen Dank für das anpassen der Lautstärke. Nun kann ich endlich auch z.B. Zähne putzen und Motivklingel hören, und gut klingen tut es auch. Danke!

  • Roland1964

    Hallo kadajawi,

    natürlich kann man auch ohne dies alles mit einer DSLR logehen. Nutze einfach die Live-Vorschau und nicht den Sucher. Wenn Du das bewusst macht wirst Du ähnliche ‘Erlebnisse’ haben.

    Es ist auch (verzeihung) ‘nur’ eine Kamera, die Moni da benutzt. Auf die Technik kommt es ja auch eigentlich gar nicht an, denn sie ist Hilfsmittel, etwas auf die eine oder andere Art zu tun.
    Genau so ist auch die Diskussion um analog oder digital zu sehen. Ich kann lange über den Pinsel diskutieren – oder einfach malen 🙂

    Frohes Neues!

    Gruss
    Roland

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