#32 – Wenn eine eine Reise tut …

The eyes of a little girl. © Monika Andrae

The eyes of a little girl. © Monika Andrae

Noch voll von unsortierten Eindrücken einer 5-wöchigen Reise, melde ich mich wieder zurück.

In dieser Folge lasse ich Euch teilhaben an meinen Ideen und Unterlassungssünden zum Thema Reisefotografie. Möget Ihr es bei Eurer nächsten Reise besser machen als ich. 😉

Es geht um Foto-Themen, Umgang mit Reizüberflutung, Murks & den inneren Kritiker und um die Auflösung des letzten Eisernen Fotografen.

Sehr genial: Ihr seid mit einer eigenen Aufgabe aktiv geworden – und das Ergebnis kann und sollte sich sehen lassen!

Links zur heutigen Sendung:

Erste Reise-Eindrücke in Bewegtbild:

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11 comments

  • Colmans

    Huhuhuuuuu, du hast meine Vignette nicht entdeckt!!! Dabei habe ich mir soviel Mühe gegeben…
    Ich hab’ zum Vergleich noch mal das Original gepostet. (MUC – CGN AB6114)

    Zum Thema: Wenig photographieren beim Reisen
    Ich kann das gut verstehen, dass man nicht immer alles Tod knipsen muss!

    Noch zu analogen Zeiten war ich mit einem Kollegen im Südwesten der USA einen Monat auf einer selbstorganisierten Rundreise. Ich hatte meine komplette Ausrüstung dabei. Meistens lag sie griffbereit im Mietwagen und habe es geschafft ganze acht Photos zu machen. Mein Kollege machte zeitweise mit einigem Getöse eine Vielzahl an Bildern…

    Die Begründung „man kommt wahrscheinlich nie wieder dorthin“ lasse ich für mich nicht gelten. Da ich in solchen Situationen in erster Linie für mich photographieren würde, muss ich keine „Alibi-Photos“ machen.

    Am Grand Canyon z. B. habe ich lieber an der Kante sitzend mit den Beinen gebaumelt und den Anblick genossen. Im Gegensatz zu meiner damaligen Nikon FM2 kann ich nämlich durch die nebeneinander-Anordnung meiner Augen Panorama sehen! 😉

    Diese Bilder habe ich immer noch im Kopf, ich habe sie immer dabei, sie sind jederzeit abrufbereit und fallen auch keinem Festplatten-Crash zum Opfer…

  • Ralf

    Das mit der Reisefotografie ist so eine Sache: Mache ich das um eine Reise/einen Urlaub zu dokumentieren oder um ein Land zu dokumentieren?!

    In beiden Fällen ist es aber gar nicht so wichtig, die Kamera immer griffbereit zu haben. Lieber den Urlaub, das Land, die Leute genießen und ausgewählte Szenen, Gegebenheiten und Menschen festhalten. So hat man was für die Seele UND die Speicherkarte.

    Das neue Land nur durch den Sucher zu beobachten wäre für mich persönlich viel zu wenig. Lieber mal die Kamera im Auto lassen und mit Menschen reden. Falls sie etwas zu sagen haben, dann kann ich sie später immer noch portraitieren. Viele Menschen reagieren ja auch schon ganz anders, wenn sie die Kamera nur sehen. Aber manche Menschen erlauben einen noch intimeren Einblick, wenn man sich nur aufrichtig für sie interessiert.

    Nicht der mit den meisten Fotos ist auch der beste Fotograf!

  • John Fera

    Bei einer meiner ersten Reisen habe ich über 600 Farb-Dia gemacht. Wenn ich diese Bilder heute sehe, finde ich es faszinierend wie es mir damals gelang in Asien Bildmotive ohne Menschen zu machen.

    Heute versuche ich bei Reise-Fotographie die Stimmung des Landes und seiner Menschen einzufangen. Dazu muss man Präsent sein (im jetzt und hier/dort). So zusagen ins Leben eintauchen. Mit dem eingeschränkten Blickwinkel einer Kamera geht das nicht.

    Möchte ich Menschen in meinem Reiseland fotografieren, dann muss ich mit ihnen kommunizieren. Dazu muss ich nicht die unbedingt die Landessprache beherrschen. Meiner Erfahrung nach gibt es eine nonverbale Kommunikation (Mimik, Gestik, Körpersprache) die der ganzen Welt funktioniert. Auf diese Art der Kommunikation muss ich mich aber einlassen (im jetzt und hier präsent sein). Und, wer nicht fragt bekommt auch keine Antwort (oder sein Foto).

    Ich finde genau wie in den anderen Kommentare, dass mehr die Qualität (…inclusive dem Reiseerlebnis) als die Quantität der Bilder wichtig ist.

  • oli

    Ich möchte auf das Thema Quantität vs. Qualität mal mit einem Zitat antworten: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen (Kamera) unsichtbar.“
    ABER: Ohne die kleine Hilfestellung von Bildern, kann es doch sein, dass man das eine oder andere – nicht vergisst – vielleicht “verblasst”. Bilder sind dann eine sehr schöne Hilfe die Gefühle des Moments (z.B. die baumelnden Beine am Grand Canyon…) wieder in Erinnerung zu holen. Manche benötigen diese Hilfestellung mehr – andere weniger.
    Ich habe im Urlaub eher das Problem, dass ich nicht mit den kleinen Japanern verwechselt werden möchte, die in 5 Tagen Europa erleben und dabei gefühlte 2576 mal in Heidelberg auf den Auslöser drücken. 😉
    Der Trade off – ich genieße den Moment vs. ich konserviere das Bild ist glaube ich sehr sehr schwierig. Denn nach dem Genuß ist jeder Bild trivial.
    Aus meinen 4 Wochen Peru sind 95% der Bilder aus der Kategorie “Triviale Reisebilder”, trotzdem – ohne diese Bilder hätte ich weniger zum vorzeigen, zum daran erinnern oder zum teilen. Und dabei spielt die Geschichte auf der Tonspur hinter den Bildern eine größere Rolle als der Goldene Schnitt oder das Bild das die Geschichte selbst erzählt, wir wollen unseren Freunden/Verwandten ja selbst erzählen was wir erlebt haben.
    Dies gilt natülich nicht für jemand, der einen Bildband über ein Land erstellen möchte – da müssen die Bilder ganz ohen Tonspur die Geschichte erzählen können, aber das, das wäre auch eine ganz andere Reise…. oder?

  • Edith Schmidt

    Hallo Moni,
    ich gönne Dir so eine Reise vom ganzen Herzen,
    aber ich muß schon sagen ich bin echt froh das Ihr wieder da seit.
    Es “verkürzt” einfach die Pendelei wenn man Eure Podcasts hört.
    Und ich freu mich sehr drüber paar Bilder zu sehen.
    DANKE

    Edith

  • Ralf

    Ich wollte hier übrigens nicht nörgeln!

    Ich bin begeistert von Deinen Fotos, die Du bisher auf Flickr hochgeladen hast und finde es super toll, wenn Menschen ihre Träume auf diese Weise erleben und mit uns teilen.

    Weiter so!

  • bee

    Juhuu und Willkommen zurück!

    Hach, dass du manchmal einfach keinen Bock aufs Fotografieren hast, macht dich richtig sympathisch! So geht es mir nämlich auch. Und ich finde: Man darf nicht alles der Fotografie unterordnen. Manchmal, wenn man unterzuckert, hungrig oder müde ist, dann MAG man einfach nicht fotografieren. Egal, was da grad die Straße langläuft. Und wenn man sich trotzdem zwingt, wird man die so entstehenden Bilder vermutlich nie absolut mögen können. Mir jedenfalls gehts immer so.

  • Daniel

    Schöne Folge, und wieder mal erkennt man sich und sein Fotografier-Verhalten an vielen Stellen wieder. Ich bin gespaltener Meinung und muss sowohl Moni als auch Ralf Recht geben: Einerseits ist es sicher nicht gut und dem Urlaub wenig förderlich, die gesamte Reise lang alles nur durch den Sucher zu betrachten – andererseits kenne ich das Problem, dass man im entscheidenden Moment die Kamera nicht dabei hat und so u. U. die besten Fotos verpasst.

    Mein neuester Versuch zur Lösung dieses Konfliktes ist die Anschaffung einer kleinen, aber feinen Kompaktkamera eines traditionsreichen deutschen Herstellers, die so klein ist, dass ich sie immer, wirklich immer dabei haben kann, und die trotzdem eine sehr gute Bildqualität liefert – auch wenn die große Spiegelreflex gerade mal zuhause geblieben ist. (Oder in der Tasche, wo sie ja leider aufgrund ihres Gewichtes und ihrer Größe doch gerne auch mal landet…)

    Das Video ist großartig, Kompliment. Habe es von vorne bis hinten im Vollbildmodus durchgeguckt und euch beneidet. Leider haben die Fotos (irgendwo ab 2. Hälfte, wo “Workshop” losgeht) alle falsches Seitenverhältnis bzw. sind in die Breite gestaucht. Das tut dem super Eindruck eurer Reise allerdings einen nur geringen Abbruch. 🙂

    Freue mich wie immer auf die nächste Folge!

  • Tilla Pe

    Ich hab ja jetzt nun auch so ein Eifon. Und in Ruhe die letzte Folge Deines Podcasts gehört 🙂
    Und ganz am rande hätte ich zu bemerken, dass die Holga keineswegs ein Nachbau einer russischen Mittelformatkamera ist, sondern ein von Haus aus durch und durch asiatisches Modell, für das wohl Agfa Clack und Agfa Click Pate gestanden haben könnten 😉

  • Pauline aka crozefeet

    Wuhui, super Timing! Ich bin jetzt gerade auf Reise (6 Wochen in Bretagne, c’est trop beau). Mit diesen Themen setze ich mich täglich auseinander! Dank gratis WiFi am Campingplatz konnte ich die Sendung zuhören und sofort ein grosses Dankeschön schicken. Hatte ja MMK-Entzug, jetzt geht’s wieder. 😉

    Freue mich auch auf die nächste Folge!

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