Was für ein Name für ein Brot …

Vorabend:

  • 350 g fein gemahlenes Roggenvollkornmehl
  • 300-350 ml lauwarmes Wasser
  • Sauerteigstarter (z.B. ein Päckchen Flüssigsauerteig)

Am Backtag:

  • 400 g Kamutvollkornmehl (ersatzweise Dinkelvollkornmehl)
  • 2 EL Koriander (gemahlen oder gemörsert)
  • 2 TL Salz
  • 1/2 TL Schabzigerklee (notfalls weglassen)
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 1 EL Rübensirup (alternativ Honig)
  • 1/2 Würfel Frischhefe
     
  • 100 g Kürbiskerne
  • 200 g getrocknete Aprikosen

Am Vorabend das Roggenvollkornmehl mit lauwarmem Wasser und dem Sauerteigstarter verrühren und abgedeckt (Klarsichtfolie) 6-8 Stunden (oder eben über Nacht) stehen lassen.

Am folgenden Tag vom  Kamutmehl 2 TL in einem Schüsselchen beiseite stellen, den Rest mit dem gemahlenen Koriander und  dem Salz vermengen. Den Rübensirup im warmen Wasser auflösen.

Die Hefe in einen Schüttelbecher bröseln, etwas von dem Sirupwasser daraufgeben und das ganze mit dem beiseite gestellten Mehl kräftig schütteln. Den Deckel vom Schüttelbecher danach nur noch lose aufsetzen (Explosionsgefahr ) und warten bis der Vorteig deutlich gegangen ist.

Vom Sauerteigansatz des Vortages in 2 EL für das nächste Mal abzweigen und in einem Schraubglas in den Kühlschrank stellen.

Den Roggenvorteig, die Mehlmischung, Sirupwasser und Hefevorteig in einer großen Schüssel zusammenrühren. (Geht auch ohne Küchenmaschine, der Teig ist so weich – ich nutze immer eine große Steingutschüssel und einen Kochlöffel.) Zum Schluss Kürbiskerne und geschnittene Aprikosen unterrühren.

Das ganze mit Folie abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat. In der Zwischenzeit eine große Kastenform fetten und mehlen.

Wenn der Teig sein Volumen verdoppelt hat, selbigen in die Form umfüllen und mit einem nassen Teigspatel glattstreichen. Noch einmal 15-20 Minten gehen lassen.

Ofen auf 200°C vorheizen. Kurz bevor das Brot hineingeschoben wird, eine große Tasse heißes Wasser auf den Ofen-Boden gießen (vorsichtig!). Sobald der Ofen wieder Temperatur hat, das Brot in den Ofen schieben und 1 Stunde backen.

Vor dem Anschneiden 12 Stunden stehen lassen.

Und weil uns kein gescheiter Name dafür einfiel …

Vollkornbrot mit Aprikosen und Kürbiskernen? Kamut-Kürbis-Koriander-Aprikosenbrot? … 
… haben Chris und ich es Friedrich-der-Große-Brot  getauft.

 

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3 -2 -1 .. Pssssssssssst

Also das ist so: wenn Chris wegen eines Heizungsschadens bei mir haust, dann kommt früher oder später dazu, dass ich Zeuge einer halben Happy Shooting Aufnahme werde. Halb deshalb, weil ich immer nur eine Seite höre – Boris Input wandert via Skype und Kopfhörer direkt in die Gehörgänge des Herrn Marquardt – für mich bleibt dann nur dessen Gesabbel übrig. (Die Folge wird für mich quasi längs halbiert, wenn Ihr versteht, was ich meine). Trotzdem macht es einen Heidenspaß dabei zuzuhören, weshalb ich dabei grundsätzlich in Reichweite bleibe. 

Zwei Dinge sind dann schwierig: Erstens, keine vorlauten Kommentare ungefragt in die Aufnahme zu mogeln und zweitens währenddessen das Abendessen vorzubereiten. Sollte ich zu laut plappern, klappern, Türen schlagen oder Katzen ausschimpfen, macht Chris die Tür zu und aus ist‘s mit dem Zuhören. Blöd das!

Heute habe ich es tatsächlich geschafft, (nahezu) lautlos Kartoffeln zu schälen, zu kochen, abzugießen und in Scheiben zu schneiden, Quark und Mehl abzuwiegen, letzteres mit Salz und Backpulver zu vermischen, Rosmarin zu schneiden und zu entnadeln, drei Zwiebeln zu häuten, in Ringe zu schneiden, zu weinen UND dabei einer (längs geteilten) Folge Happy Shooting zu lauschen.

Es hätte mit Sicherheit nicht funktioniert, die Küchenmaschine lautlos den Teig kneten zu lassen (nein, ich wollte nicht die Finger nehmen), diesen auszurollen und auf ein klapperndes Backblech erst zu und dann zu be-legen. Also musste die Fertigstellung der Kartoffelpizza warten.

Den Rest der Aufnahme habe ich dann still (!) im Sessel gesessen, und zugehört (u.a. meinem knurrenden Magen).  Das Abendessen wurde mit Chris‘ tatkräftiger Hilfe nach Happy Shooting gejagt und erlegt und verspeist. 

Stefan vom Tirolercast hat auf twitter  nach dem Rezept gefragt. Hier kommt es:

Kartoffel-Pizza mit Zwiebeln & Rosmarin (Zutaten für 4 Personen)

  • 600g gekochte Kartoffeln (überwiegend festkochend)
  • 3 rote Zwiebeln
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 100-150 g Schafskäse (Feta)
  • 3-4 EL Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, edelsüßes Paprika
  • 150g Magerquark
  • 8 EL Olivenöl
  • 6 EL Milch
  • 300g Mehl
  • 2 gestrichene TL Backpulver

Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden, Rosmarin von den Zweigen zupfen. Den Feta zerbröseln, das Tomatenmark mit Salz Pfeffer und edelsüßem Paprika würzen.

Aus Quark, Olivenöl, Salz, Milch, Backpulver und Mehl einen Quark-Ölteig kneten und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech ausrollen.

Teig mit Tomatenmark bestreichen und die in Scheiben geschnittenen Kartoffeln sowie die Zwiebeln und das Rosmarin darauf verteilen. Den zerbröselten Feta darüber streuen und etwas Olivenöl auf die Pizza träufeln.

Im vorgeheizten Ofen (E-Herd 200°C, Umluft 175, Gas Stufe 3) 25 Minuten backen.

P.S.: Guten Hunger
P.P.S: dazu gab‘s gemischten Salat (Ruccola, Radicchio, ein paar Blätter Chinakohl, einige Cherrytomaten, feine Apfelstifte)

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Der perfekte Auflauf

Gastblogger Chris Marquardt hat das Wort.

Es kommt wie es kommen musste, der Urlaub geht langsam zu Ende und die schöne Zeit in den Schweizer Alpen lässt sich nicht beliebig verlängern. Um so besser ist es, ein paar schöne Erinnerungen mitnehmen zu können. Und natürlich (wie könnte es nach dem letzten Beitrag anders sein) dreht sich auch hier alles um das Essen.

Das leibliche Wohl und die Reisen. Ich liebe es, im Urlaub das Essen zu zelebrieren, mit lokalen Zutaten selbst zu kochen und herauszufinden, was die Gastküche der Gastwohnung so alles hergibt. Glücklicherweise bietet unsere aktuelle Unterkunft so ziemlich alles, was man in der Küche (und nicht nur dort) braucht. Und das sogar meist doppelt. Bis auf den Staubsauger, den gibt es in dreifacher Ausführung. Aber ich schweife ab.

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