Panschen bis der Arzt kommt

Es war einmal ein Wochenende, an dem 10 begeisterte analoge Entwickler und Entwicklerinnen – im Volksmund auch Panscher genannt – buchstäblich bis zu den Ellenbogen in Fotochemie versanken. So oder so ähnlich geschehen auf dem Absolut Analog II Workshop, mit dem wir an diesem Wochenende die neuen Räume von Spürsinn eingeweiht haben.

Insgesamt haben wir ca. 40 Filme entwickelt und dabei wenigstens 9 verschiedene Entwickler und unzählige Kombinationen von Entwickler-Komponenten, Zeit, Temperatur oder Agitationsrhythmen durchprobiert. Schnell hing die Wäscheleine voll mit Filmstreifen, die von uns neugierig beäugt wurden. Viel gegen wenig Korn, Millionen von Grauwerten gegen knackige Kontraste, Kleinbild neben Mittelformat.

Es hat riesig viel Spaß gemacht, die verschieden Arten auszuloten, mit denen die Bildwiedergabe in Silber und Gelatine gesteuert werden kann. Und nach so einem Wochenende beginnt man gerade erst zu erahnen, wie vielfältig und nahezu unbegrenzt die Möglichkeiten diesbezüglich sind.

Ganz nebenbei war der Workshop mit 8 Wiederholungstätern ein echtes Familientreffen – mir ist es super schwergefallen, mich von der Truppe zu verabschieden, aber wir sehen uns wieder. Vielleicht im November auf der Fotobörse?

Ein paar Beispielbilder anbei (Klick macht groß).

Die ersten drei sind entstanden mit der Pentax 67 auf Kodak Tri-X 400, belichtet auf ISO 320, entwickelt im Zweikomponenten-Entwickler  Spur SD2525 (Komponentenverhältnis 1:1, 8 Minuten)

Der rasende Radler wurde mit der Agfa Synchro Box auf Shanghai GP3 100 eingefangen und  15 Minuten in Caffenol-C-H entwickelt.

Chris hat übrigens auch gebloggt. Wie immer auf Englisch ….

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Törtchen?

Trödelmarktbesuche im Winter sind gemeinhin 1. kalt, 2. spannend, 3. ermüdend. Unser Flohmarktversuch am Samstag wäre außerdem (4.) auch noch nass gewesen, hätte es sich dabei nicht glücklicherweise  um einen Hallenflohmarkt gehandelt. Leider fiel wegen dünner Besetzung Eigenschaft 2 (spannend) weg, auch wenn wir durch herzhaftes Feilschen von Chris wenigstens noch einen Aspekt – 5. erfolgreich – abhaken konnten.

Nachdem wir eine angeschimmelte Zeiss Ikon Ikonta, eine müffelnde Voigtländer Vito B und andere missachtete Schätzchen bitterlich beweint hatten, haben wir uns in ein Cafe geflüchtet. Cappuccino tröstet.

Über den  anschließenden Kampf mit meinem Scanner  (da ist doch Zeichnung im Negativ, warum zum Geier sieht er die nicht?? … ) verliere ich besser kein Wort. *gnarf*

[Lucky SHD 100, nach diesem Rezept gepusht auf ISO 800]

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Schwarz, Weiß und Geist-reich.

Ein Wochenende, ein Workshop, ein neuer Film.

Workshops sind für mich eine Möglichkeit, mich mal wieder ausgiebig UND lange mit Fotografie zu beschäftigen – sonst komme ich selten dazu, so viel Zeit am Stück nur einer einzigen Sache zu widmen.

Am Vergangenen Wochenende – beim  zweiten Absolut analog Workshop – wäre also die Gelegenheit gewesen, meine Plastikdosen mit Filmen ein bisschen leerer zu machen. Statt aber an meine Vorräte zu gehen, habe ich mit dem Agfa APX 100 einen frischen Film in meine FE2 gelegt. Zusammen meiner liebsten Festbrennweite, dem 24 mm f/2.8 habe ich mit Chris, Tilla, Micha, Sebastian, Claudia, Eva, Ilka, Julian, Joe und Heinz – kurz, in bester Gesellschaft das Rolleigelände in Braunschweig unsicher gemacht.

Wir zehn haben guten Grund zu vermuten, dass auch der Geist von Herrn Heidecke dabei war – warum bleibt aber unser Geheimnis.

Eine erste Grabung in den Negativen und eine quälend langsame Session mit meinem ollen Scanner förderte Bilder zu Tage, aus denen ich fast einen Eisernen Fotografen basteln könnte: Etwas Surreales, ein Baum, etwas Totes … (jeder Klick macht groß)

(Agfa APX 100, Spürsinn HCD, 1+9, 5:30 Minuten)

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