{"id":3,"date":"2009-02-08T22:10:09","date_gmt":"2009-02-08T21:10:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andrae.org\/podcast\/?p=3"},"modified":"2009-06-06T22:22:17","modified_gmt":"2009-06-06T21:22:17","slug":"auf-die-grose-kommt-es-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andrae.org\/podcast\/2009\/02\/08\/auf-die-grose-kommt-es-an\/","title":{"rendered":"Auf die Gr\u00f6\u00dfe kommt es an"},"content":{"rendered":"<p><strong>Oder: alles eine Frage der Pixelmenge<\/strong><\/p>\n<p>Beim Kauf jeder Digitalkamera ist es eine der zentralen Fragen: wieviele Pixel sollen es denn werden? Reichen 8 bis 10 Megapixel oder d\u00fcrfen es auch ein paar mehr sein? H\u00f6her, schneller, weiter &#8211; auch bei der Menge an Bildpixeln sind dem Gr\u00f6\u00dfenwahn keine Grenzen gesetzt. Wieviel Gr\u00f6\u00dfenwahn man sich g\u00f6nnt, ist aber nicht nur abh\u00e4ngig von pers\u00f6nlichen Fotovorlieben, sondern vor allem eine Frage des Geldbeutels. Muss es f\u00fcr ein f\u00fcr ein richtig \u201egro\u00dfes\u201c Bild wirklich die im Zweifel teurere und pixelm\u00e4\u00dfige potentere Kamera sein, oder kann man sich auch anders behelfen?<\/p>\n<p>F\u00fcr einen Abzug des Urlaubsschnappschusses im Format 10 x 15 oder 13 x 18 cm reichen auch die Aufl\u00f6sungen g\u00e4ngiger DSLR-Einsteigermodelle allemal. Was aber, wenn das Lieblingsmotiv mal auf Postergr\u00f6\u00dfe hochgezogen werden soll? Legt man eine Aufl\u00f6sung von 300 dpi (Pixel\/Inch) zugrunde ist bei einer Aufnahme mit ca. 10 MP schon bei ca. 21\u00d730 cm Schluss. Nix ist\u2019s also mit dem Pin-Up im A1 Format. Oder doch?<\/p>\n<p>Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop, Raw-Konverter wie Capture NX und vor allem spezielle Tools oder Plug-Ins zur Bildskalierung versprechen hier Abhilfe. Ich habe mir einmal angesehen, was passiert, wenn man Fotos mit Hilfe solcher Tools auf Postergr\u00f6\u00dfe aufpumpt.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Und was kommt jetzt?<br \/>\n<span style=\"font-weight: normal;\">Als Ausgangsmaterial dient ein unkomprimiertes Foto von 10,2 MP im RAW -Format, dass nach einer Grundbearbeitung (Justierung der Belichtung, keine Sch\u00e4rfung, kein Entrauschen) \u00fcber Lightroom nach Photoshop exportiert wird . Um den Test \u2013 wie es sich f\u00fcr einen ordentlichen Podcast geh\u00f6rt &#8211; geschlechtsneutral zu gestalten, habe ich als Testbild dann doch keine Playboy-Sch\u00f6nheit abgelichtet sondern mich an einer Architekturaufnahme abgearbeitet. Mein Ziel: eine Datei f\u00fcr die Ausgabe im A1 Format zu pr\u00e4parieren &#8211; das entspricht f\u00fcr das Ausgangsma\u00df von 21\u00d730 cm einer Vergr\u00f6\u00dferung von 279% je Dimension.<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Knackpunkt<br \/>\n<span style=\"font-weight: normal;\">Vergr\u00f6\u00dfert man die Kantenl\u00e4nge dieses Bildes bei vorgegebener Pixelmenge, werden die Bildpunkte auf eine entsprechend gr\u00f6\u00dfere Fl\u00e4che verteilt. Um nun wieder die optimale Druckaufl\u00f6sung zu erreichen, m\u00fcssen die entstandenen L\u00fccken gef\u00fcllt werden. Da f\u00fchrt kein Weg dran vorbei &#8211; aber wie?<br \/>\n\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Adobe Photoshop<br \/>\n<span style=\"font-weight: normal;\">Der einfachste Weg von der Briefmarke zum Posterformat f\u00fchrt \u00fcber den Dialog \u201eBildgr\u00f6\u00dfe\u201c in Photoshop (oder einer anderen Bildbearbeitungssoftware).<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Photoshop bietet bei der Bildskalierung verschiedene Berechnungsmethoden an:<\/p>\n<p>Bei der\u00a0<strong>Pixelwiederholung<\/strong>\u00a0(alias \u201en\u00e4chster Nachbar\u201c = \u201eNearest Neighbor\u201c) wird einfach jedes Pixel verdoppelt und in die angrenzende L\u00fccke geklebt. Die Kontraste bleiben erhalten und Linien sind einigerma\u00dfen scharf, aber an diagonalen Kanten bilden sich kleine Treppchen (Aliasing). Feine Bildstrukturen werden unsch\u00f6n aufgerastert und auf den Fl\u00e4chen bilden sich Artefakte.<\/p>\n<p>Der\u00a0<strong>bilineare Algorithmus<\/strong>\u00a0mittelt die Farbwerte der oben, unten, rechts sowie links vom betrachteten Bildpunkt (2+2) angrenzenden Pixel und f\u00fcllt mit dem Ergebnis die L\u00fccken auf. Das Resultat ist wesentlich glatter als beim Modus Pixelwiederholung, zeigt kaum Treppchen, wirkt allerdings &#8211; vor allem in den Kontrasten &#8211; ziemlich weich.<\/p>\n<p>Zu den beim bilinearen Algorithmus ber\u00fccksichtigten 4 Pixeln bezieht der\u00a0<strong>bikubische Algorithmus<\/strong>\u00a0zus\u00e4tzlich die diagonal angrenzenden Bildpunkte in die Berechnung mit ein. Das Ergebnis liefert feinere Tonwertabstufungen und eine bessere Erhaltung der Kontraste, kann aber &#8211; ganz besonders in der Version \u201ebikubisch, sch\u00e4rfer\u201c &#8211; zu hellen S\u00e4umen (Halos) rund um kontrastreiche Kanten f\u00fchren<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.happyshooting.de\/podcast\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/\/midi_ps_279_pixelwh_detail.jpg\" border=\"0\" alt=\"midi_ps_279_pixelwh_detail.jpg\" width=\"267\" height=\"267\" \/><br \/>\nPhotoshop, Pixelwiederholung<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.happyshooting.de\/podcast\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/\/midi_ps_279_bilin_detail.jpg\" border=\"0\" alt=\"midi_ps_279_bilin_detail.jpg\" width=\"267\" height=\"267\" \/><br \/>\nPhotoshop, bilinear<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.happyshooting.de\/podcast\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/\/midi_ps_279_bikub_detail.jpg\" border=\"0\" alt=\"midi_ps_279_bikub_detail.jpg\" width=\"267\" height=\"267\" \/><br \/>\nPhotoshop, bikubisch<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.happyshooting.de\/podcast\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/\/midi_ps_279_bikub_gl_detail.jpg\" border=\"0\" alt=\"midi_ps_279_bikub_gl_detail.jpg\" width=\"267\" height=\"267\" \/><br \/>\nPhotoshop, bikubisch glatter<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.happyshooting.de\/podcast\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/\/midi_ps_279_bikub_sch_detail.jpg\" border=\"0\" alt=\"midi_ps_279_bikub_sch_detail.jpg\" width=\"267\" height=\"267\" \/><br \/>\nPhotoshop, bikubisch sch\u00e4rfer<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p><strong>Genuine Fractals (onOne software)<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-weight: normal;\">Die Algorithmen in Genuine Fractals arbeiten nach einem anderen Prinzip als die oben beschriebenen. Die Software sucht in immer kleiner werdenden Pixelbl\u00f6cken nach wiederkehrenden nat\u00fcrlichen Mustern &#8211; den so genannten Fraktalen. Das Praktische an diesen Fraktalen ist, dass man sie &#8211; einmal gefunden und mathematisch beschrieben &#8211; beliebig skalieren kann. Und das verlustfrei. Theoretisch zumindest. Nach Herstellerangaben soll man damit ein Bild auf \u00fcber 1000% skalieren k\u00f6nnen ohne dabei Sch\u00e4rfe und Kantendetails zu verlieren.<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Im Test konnte sich das nicht ganz best\u00e4tigen, aber vielleicht mangelt es dem Testbild auch nur an der n\u00f6tigen Fraktaldichte.\u00a0<img decoding=\"async\" class=\"wp-smiley\" src=\"http:\/\/www.happyshooting.de\/podcast\/wp-includes\/images\/smilies\/icon_wink.gif\" alt=\";-)\" \/><br \/>\n(Vorsicht, hier wird es wissenschaftlich und deshalb lasse ich mich an dieser Stelle nicht \u00fcber strenge oder statistische Selbst\u00e4hnlichkeit aus)<\/p>\n<p>GF integriert sich als Plugin ins Hauptmen\u00fc sowie in den Automatisieren-Dialog von Photoshop. Dort stehen drei Men\u00fceintr\u00e4ge zur Verf\u00fcgung, \u201eProfessional Edition\u201c, \u201eBatch\u201c sowie \u201eExpress\u201c. Batch gibt einem &#8211; wie der Name schon sagt &#8211; die M\u00f6glichkeit der Stapelverarbeitung. Man kann Quell- sowie Zielordner angeben und auf mehreren Tabs sowohl Dateibenennung festlegen als auch die Skalierungs-, Textur- oder Sch\u00e4rfeparameter einstellen. Die Expressversion eignet sich f\u00fcr eilige (alternativ faule) Benutzer oder solche, die Respekt vor zu vielen Schiebereglern haben. Hier werden nur die Gr\u00f6\u00dfeninformationen entgegen genommen und ab geht die Post!<\/p>\n<p>In der Standard-Variante stellt man zun\u00e4chst die gew\u00fcnschte Bildgr\u00f6\u00dfe ein &#8211; wahlweise in Pixel, Prozent, Inch, Millimeter, Zentimeter, Punkt oder Picas. Im Bereich \u201eTexturkontrolle\u201c lassen sich \u00fcber St\u00e4rke- und Schwellenwert-Regler Details herausarbeiten. Was bei Wiesen, Mauerwerk oder \u00e4hnlichem durch die Verst\u00e4rkung lokaler Kontraste feine Strukturen hervorhebt, sollte bei gleichm\u00e4\u00dfigen Fl\u00e4chen z.B. Himmel mit Vorsicht genossen werden. Zieht man hier die Regler zu weit nach rechts, verst\u00e4rkt man das Bildrauschen deutlich. Eine erste gute N\u00e4herung an die optimale Parameter-Kombination bieten hier die verschiedenen Presets.<\/p>\n<p>Die Dialoge f\u00fcr Sch\u00e4rfung (Unscharf Maskieren), Filmkorn, Kacheln oder den Gallery Wrap kann man unabh\u00e4ngig voneinander abschalten. Das ist praktisch, weil man dann nicht alle Regler auf Null ziehen muss, wenn man z.B. au\u00dferhalb des Tools sch\u00e4rfen will. F\u00fcr komfortables Cropping bietet GF ein Beschnittwerkzeug mit Voreinstellungen f\u00fcr feste Seitenverh\u00e4ltnisse (Quadrat, typische Seitenformate f\u00fcr Fotopaiere u.\u00e4.).<\/p>\n<p><em>Praxistest 1<\/em><\/p>\n<p>Nach einem ersten Durchgang mit dem Testbild und den Einstellungen, die das Tool per Default bietet, zeigt sich ein Ergebnis, das etwas gegl\u00e4ttet und leicht kontrast\u00e4rmer erscheint als das Ausgangsbild. Der Sch\u00e4rfeabfall ist gegen\u00fcber den Photoshop-Algorithmen jedoch geringer &#8211; und das ohne st\u00f6rende Treppchenbildung oder Halos.<\/p>\n<p><em>Texture Control:<\/em><br \/>\nImage Type: General Purpose<br \/>\nAmount: 3<br \/>\nThreshold: 25<br \/>\nSharpening: off<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.happyshooting.de\/podcast\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/\/midi_fract_279_nosharp.jpg\" border=\"0\" alt=\"midi_fract_279_nosharp.jpg\" width=\"419\" height=\"419\" \/><\/p>\n<p><em>Praxistest 2<\/em><\/p>\n<p>Im zweiten Versuch halte ich an der Vorgabe im Bereich Texture Control fest, schalte allerdings den Sch\u00e4rfe-Dialog ein. Die Schieberegler belasse ich auf den Default-Werten.<\/p>\n<p>Das Bild gewinnt an Sch\u00e4rfe und Kontrast. Erwartungsgem\u00e4\u00df. Schr\u00e4ge Kanten im Bild werden sauber und ohne Treppenbildung gesch\u00e4rft. Daf\u00fcr zeigen sich an den Kontrastgrenzen leichte Artefakte (z.B. zwischen den beiden dunklen Zweigen die den Schriftzug durchkreuzen), diese fallen besonders dort auf, wo das Motiv eher wenig eigene Struktur zeigt. Rund um die Schrift am unteren Bildrand bilden sich helle Artefaktes\u00e4ume.<\/p>\n<p><em>Texture Control:<\/em><br \/>\nImage Type: General Purpose<br \/>\nAmount: 3<br \/>\nThreshold: 25<br \/>\nSharpening: on (vorgegebene Einstellungen)<br \/>\nRadius: 2<br \/>\nAmount: 100<br \/>\nThreshold: 30<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.happyshooting.de\/podcast\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/\/midi_fract_279_sharp.jpg\" border=\"0\" alt=\"midi_fract_279_sharp.jpg\" width=\"419\" height=\"419\" \/><\/p>\n<p><em>Praxistest 3<\/em><\/p>\n<p>Was passiert, wenn man im Bereich Texture Control die Voreinstellung f\u00fcr Image Type von \u201eGeneral Purpose\u201c durch \u201eHigh Detail\u201c ersetzt?<\/p>\n<p><em>Texture Control:<\/em><br \/>\nImage Type: High Detail<br \/>\nAmount: 3<br \/>\nThreshold: 25<br \/>\nSharpening: on (vorgegebene Einstellungen)<br \/>\nRadius: 2<br \/>\nAmount: 100<br \/>\nThreshold: 30<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.happyshooting.de\/podcast\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/\/midi_fract_279_sharp_photo_struct.jpg\" border=\"0\" alt=\"midi_fract_279_sharp_photo_struct.jpg\" width=\"419\" height=\"419\" \/><\/p>\n<p>Hier l\u00e4sst sich erahnen, dass das Hinzuf\u00fcgen k\u00fcnstlicher Details &#8211; je nach Motiv &#8211; eine M\u00f6glichkeit ist, den Sch\u00e4rfe-Eindruck eines Bildes zus\u00e4tzlich anzuheben. In diesem Fall f\u00e4llt die Struktur jedoch \u00fcbertrieben aus. Die Wand wirkt pockig und die Artefakte um die Schrift im unteren Bildbereich werden noch st\u00e4rker als im letzten Versuch. F\u00fcr dieses Bild sind die Default Werte nicht geeignet, hier w\u00e4re Feinjustierung an den Schiebereglern notwendig, um das bestm\u00f6gliche Ergebnis zu erzielen.<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p><strong>Photozoom 2 (Benvista)<br \/>\n<span style=\"font-weight: normal;\">Photozoom ist sowohl als Plugin, als auch als Stand-Alone Version verf\u00fcgbar. In unserem Test haben wir mit der Stand-Alone Version gearbeitet.<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Die Software zieht f\u00fcr die Interpolation eines Bildpunkts sehr viele der umgebenden Pixel mit ein und \u201eversucht\u201c Kanten, die quer durch bekannte Pixelgruppen verlaufen, nachzubilden bzw. Zu \u201eerraten\u201c. Hierf\u00fcr nutzt es einen Spline-Algorithmus, der dem \u00e4hnelt, den Autohersteller im Karosserie-Design verwenden, wenn es darum geht, eine weich-flie\u00dfende H\u00fclle f\u00fcr ihre Autos zu entwerfen. Neben den S-Spline sowie S-SplineXL Algorithmen stehen aber auch einige der \u201eklassischen\u201c Berechnungsmethoden wie \u201ebikubisch\u201c und \u201en\u00e4chster Nachbar\u201c zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Photozoom bietet zahleiche Einstellungsm\u00f6glichkeiten. Falls man keine Lust hat, im Sch\u00e4rfedialog Regler zu schieben und manuell Einfluss auf Detailverst\u00e4rkung und Kanten-Erkennung zu nehmen, bietet auch diese Software verschiedene Voreinstellungen. Je nach Charakteristik des vorliegenden Bilds kann man mit \u201eFoto-detailliert\u201c Strukturen erhalten bzw. hervorheben oder mit \u201eFoto-weich\u201c an einem Portrait arbeiten. F\u00fcr komprimierte Jpegs gibt es die Voreinstellung \u201eReduziere Rauschen\/Artifakte\u201c, die das ganze Bild t\u00fcchtig gl\u00e4ttet. Die Voreinstellungen sind auch hier ein guter erster N\u00e4herungswert. Wem der ein oder andere Modus zu dick auftr\u00e4gt, kann sich von dort aus durch Zur\u00fccknehmen der einzelnen Werte langsam herantasten.<\/p>\n<p><em>Praxistest 4<\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr den ersten Versuch verwende ich den neuen (und laut Hersteller gegen\u00fcber S-Spline) verbesserten Algorithmus S-SplineXL und lasse die Sch\u00e4rfung noch ausgeschaltet.<\/p>\n<p>Ich erhalte ein Bild mit ausgewogenen Kontrasten, dass schon einen erstaunlich scharfen Eindruck macht. Die Texturen (z.B. der Wandoberfl\u00e4che) werden allerdings (im Vergleich zu Genuine Fractals) schw\u00e4cher abgebildet, was dem Bild Tiefe nimmt.<\/p>\n<p>Algorithmus: S-SplineXL<br \/>\nSch\u00e4rfung: off (generisch)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.happyshooting.de\/podcast\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/\/midi_aus_zoom_279_gen.jpg\" border=\"0\" alt=\"midi_aus_zoom_279_gen.jpg\" width=\"419\" height=\"419\" \/><\/p>\n<p><em>Praxistest 5<\/em><\/p>\n<p>Algorithmus: S-Spline XL<br \/>\nSch\u00e4rfung: Voreinstellung \u201eFoto detailliert\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.happyshooting.de\/podcast\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/\/midi_aus_zoom_279_detailliert.jpg\" border=\"0\" alt=\"midi_aus_zoom_279_detailliert.jpg\" width=\"419\" height=\"419\" \/><\/p>\n<p>Der Wechsel auf das Sch\u00e4rfepreset \u201eFoto detailliert\u201c hebt die Kontraste noch etwas weiter an, Textur wird geringf\u00fcgig verst\u00e4rkt. Treppchenbildung oder Halos kann man kaum beobachten. Das Bild macht im Gesamteindruck von allen Testversionen den sch\u00e4rfsten Eindruck &#8211; es wirkt allerdings ein wenig zweidimensional.<br \/>\n\u00a0<\/p>\n<p><strong>Nikon Capture NX2<br \/>\n<span style=\"font-weight: normal;\">Nikon Capture spielt in diesem Testfeld eine Sonderrolle. Es kann nur RAW-Dateien von Nikon konvertieren, allerdings lassen sich auch hier (vergleichbar zu Lightroom jpegs mit denselben Bearbeitungsschritten anpassen, die f\u00fcr die Raw-Entwicklung zur Verf\u00fcgung stehen.<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Das Anpassen der Bildgr\u00f6\u00dfe ist wie in Photoshop Teil des normalen Funktionsumfangs &#8211; entsprechend schmal ausgestattet ist der dazugeh\u00f6rige Men\u00fcbereich. Man kann Aufl\u00f6sung und Kantenl\u00e4nge in verschiedenen Einheiten angeben und gut ist\u2018s. Welche Berechnungsmethode f\u00fcr die Vergr\u00f6\u00dferung verwendet wird, l\u00e4sst sich weder dem Men\u00fc noch der Hilfe entlocken.<\/p>\n<p>Das \u201erohe\u201c Ergebnis einer Vergr\u00f6\u00dferung ist &#8211; erwartungsgem\u00e4\u00df &#8211; relativ weich. Was auff\u00e4llt &#8211; bereits in diese ungesch\u00e4rften Variante hat das Bild eine Tendenz zur Treppenbildung an schr\u00e4gen Kanten (Schatten des Balkongel\u00e4nders, Serifen der Werbeschrift). Man meint feine horizontal verlaufende helle Linien zu sehen, die durch die Kanten verlaufen &#8211; \u00e4hnlich wie bei einer Vergr\u00f6\u00dferung mit Photoshops bilinearem Algorthmus.<\/p>\n<p><em>Praxistest 6<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.happyshooting.de\/podcast\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/\/midi_cap_279_test_gen.jpg\" border=\"0\" alt=\"midi_cap_279_test_gen.jpg\" width=\"418\" height=\"418\" \/><\/p>\n<p>Versucht man sich dann \u00fcber den USM-Dialog an ein optimales Bildergebnis heranzutasten bekommt man zwar schon bei \u201emilden\u201c Einstellungen ein kontrastreiches Bild, f\u00fcr einen &#8211; mit den oben gezeigten Bildern vergleichbaren &#8211; scharfen Bildeindruck muss man allerdings in Kauf nehmen, dass sich die Treppenbildung an den Kanten dramatisch verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p><em>Praxistest 7<\/em><\/p>\n<p>Sch\u00e4rfen:<br \/>\nSt\u00e4rke: 100%<br \/>\nRadius: 3%<br \/>\nSchwellenwert: 2<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.happyshooting.de\/podcast\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/\/midi_cap_279_test_sharp1.jpg\" border=\"0\" alt=\"midi_cap_279_test_sharp1.jpg\" width=\"418\" height=\"418\" \/><\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung\/Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Die beiden getesteten Upscaling-Spezialisten machen ihre Sache sehr gut &#8211; beide deutlich besser als Photoshop oder der Rawkonverter Capture NX2. Vor allem im Bereich Benutzerf\u00fchrung k\u00f6nnen sie durch mehr Einstellungsoptionen punkten. Die angebotenen Presets erm\u00f6glichen es, mit wenigen Klicks zu einem f\u00fcr das Durchschnittsbild brauchbaren Ergebnis zu kommen. Dieses Ergebnis f\u00e4llt bei Photozoom kantensch\u00e4rfer aus, Genuine Fractals erh\u00e4lt die Texturen besser. Welches Produkt man letztendlich ausw\u00e4hlt, h\u00e4ngt haupts\u00e4chlich vom Einsatzgebiet ab &#8211; einen eigenen kleinen Test mit dem 30 Tage Trial kann ich Euch an dieser Stelle nicht ersparen (will ich auch nicht\u00a0<img decoding=\"async\" class=\"wp-smiley\" src=\"http:\/\/www.happyshooting.de\/podcast\/wp-includes\/images\/smilies\/icon_wink.gif\" alt=\";-)\" \/>\u00a0).<\/p>\n<p><strong>Wenn ich mir was w\u00fcnschen d\u00fcrfte\u2026<\/strong><\/p>\n<p>\u2026 dann w\u00e4re es, dass sich Ergebnisoptimierung wie Sch\u00e4rfungen oder das Hinzuf\u00fcgen von Filmkorn bzw. k\u00fcnstlicher Textur selektiv anwenden lassen. Alle Upscaling-Programme lassen diesbez\u00fcglich nur eine globale Bearbeitung zu. Da eine Sch\u00e4rfung nicht allen Bildbereichen gleich gut tut, bleibt einem nur der Ausweg, eine gesch\u00e4rfte sowie eine ungesch\u00e4rfte Vergr\u00f6\u00dferung zu erzeugen und diese in der Bildbearbeitungssoftware seiner Wahl mittels Ebenen und Masken miteinander zu kombinieren.<\/p>\n<p><strong>Und was, wenn dann doch der Druckertreiber\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Viele der professionellen Drucker haben die F\u00e4higkeit ein kleines Foto via Hardware-Interpolation auf ein gro\u00dfes Format zu skalieren und zu drucken.<\/p>\n<p>Was ist nun die bessere Option? F\u00fchrt man die Vergr\u00f6\u00dferung vorab durch eine Software-Interpolation durch, bewahrt man sich gr\u00f6\u00dfere Flexibilit\u00e4t &#8211; erlaubt einem doch die Software Neuberechnung sowie Sch\u00e4rfung den speziellen Bed\u00fcrfnissen des Bildes anzupassen.<br \/>\nAndererseits &#8211; vergr\u00f6\u00dfert man das Bild mithilfe einer Software generiert man auch deutlich gr\u00f6\u00dfere Dateien. Letzteres ist dann ein Nachteil, wenn man seine Bilder auf die Schnelle \u00fcber eine Webschnittstelle auf den Server eines Online-Druckdienstleisters hoch laden m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Welchen Weg man w\u00e4hlt, ist zum einen eine Sache pers\u00f6nlicher Vorlieben (wieviel Kontrolle will ich haben?) oder der Hardwareausstattung im heimischen Fotostudio. Wer das Gl\u00fcck hat, einen eigenen (Gro\u00dfformat-)Fotodrucker zu besitzen, wird hier ggf. eher einmal die Probe aufs Exempel machen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbersicht<\/strong><\/p>\n<table class=\"t1\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"2\" rules=\"all\">\n<tbody>\n<tr align=\"left\">\n<td valign=\"top\">Produkt<\/td>\n<td valign=\"top\"><strong>Photoshop CS4<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\"><strong>Genuine Fractals 6.0 pro<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\"><strong>PhotozoomPro 2<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\"><strong>Capture NX2<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"left\">\n<td valign=\"top\">Hersteller<\/td>\n<td valign=\"top\">Adobe<\/td>\n<td valign=\"top\">onOne Software<\/td>\n<td valign=\"top\">Benvista<\/td>\n<td valign=\"top\">Nikon Inc.<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"left\">\n<td valign=\"top\">Preis<\/td>\n<td valign=\"top\">ca. 1010\u20ac<\/td>\n<td valign=\"top\">ca. 140\u20ac<\/td>\n<td valign=\"top\">ca. 150\u20ac<\/td>\n<td valign=\"top\">ca. 150\u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"left\">\n<td valign=\"top\">Verf\u00fcgbar f\u00fcr<\/td>\n<td valign=\"top\">&#8211;<\/td>\n<td valign=\"top\">Photoshop, Lightroom und Aperture<\/td>\n<td valign=\"top\">Photoshop und kompatible Programme wie Corel\u00ae Paint Shop Pro and Photo-PAINT<\/td>\n<td valign=\"top\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"left\">\n<td valign=\"top\">PS Kompatibilit\u00e4t<\/td>\n<td valign=\"top\">&#8211;<\/td>\n<td valign=\"top\">Ab Photoshop CS2 oder Photoshop Elements 4 (und neuer)<\/td>\n<td valign=\"top\">Ab PS 6 (win), bzw. ab CS (mac)<\/td>\n<td valign=\"top\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"left\">\n<td valign=\"top\">System- voraussetzungen Mac<\/td>\n<td valign=\"top\">PowerPC\u00ae G5 oder Intel\u00ae Multi-Core-Prozessor,<br \/>\nMac OS X Version 10.4.11 bis 10.5.4,<br \/>\n512 MB RAM (1 GB empfohlen)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>2 GB freier Festplatten- speicher; zus\u00e4tzlicher Speicher f\u00fcr die Installation erforderlich<\/td>\n<td valign=\"top\">Mac OS X 10.4.11 und neuer,<br \/>\nUniversal Binary &#8211; unterst\u00fctzt auch Intel Prozessoren\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>512MB RAM,<br \/>\n25 MB verf. Plattenplatz<\/td>\n<td valign=\"top\">Mac\u00ae OS X 10.3 (Panther), 10.4 (Tiger), oder 10.5 (Leopard),<br \/>\nPowerPC G4\/G5 oder Intel Prozessor,<br \/>\n128 MB RAM,<br \/>\n20 MB verf. Plattenplatz<\/td>\n<td valign=\"top\">Mac OS 10.4 oder h\u00f6her,<br \/>\nG4, G5, Intel\u00ae Core\u2122 Solo, Intel Core Duo, Intel Core 2 Duo, Intel Xeon\u00ae,<br \/>\n512 MB RAM<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"left\">\n<td valign=\"top\">System- voraussetzungen Win<\/td>\n<td valign=\"top\">Prozessor mit mindestens 1,8 GHz,<br \/>\n512 MB RAM (1 GB empfohlen),<br \/>\n1 GB freier Festplatten- speicher; zus\u00e4tzlicher Speicher f\u00fcr die Installation erforderlich<\/td>\n<td valign=\"top\">Windows XP SP2 or Vista,<br \/>\nMicrosoft .Net 2.0 Framework oder h\u00f6her\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>512MB RAM,<br \/>\n25 MB verf. Plattenplatz<\/td>\n<td valign=\"top\">Microsoft\u00ae Windows\u00ae Vista, XP, 2000, 2003, 95, 98, ME, NT4;<br \/>\n64 MB RAM,<br \/>\n15 MB verf. Plattenplatz<\/td>\n<td valign=\"top\">Windows 2000 Professional, Windows XP, Windows Vista,<br \/>\nPentium III 1GHz oder schneller,<br \/>\n512 MB RAM<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"left\">\n<td valign=\"top\">Sprachen<\/td>\n<td valign=\"top\">\u00a0<\/td>\n<td valign=\"top\">Supported wird ausschlie\u00dflich Englisch<\/td>\n<td valign=\"top\">de + en plus 19 weitere Sprachen<\/td>\n<td valign=\"top\">de, en, fr, jp<\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"left\">\n<td valign=\"top\">URL<\/td>\n<td valign=\"top\"><a href=\"http:\/\/www.adobe.com\/\" target=\"_blank\">link<\/a><\/td>\n<td valign=\"top\"><a href=\"http:\/\/www.ononesoftware.com\/detail.php?prodLine_id=2\" target=\"_blank\">link<\/a><\/td>\n<td valign=\"top\"><a href=\"http:\/\/www.benvista.com\/photozoompro\" target=\"_blank\">link<\/a><\/td>\n<td valign=\"top\"><a href=\"http:\/\/www.capturenx.com\/de\/index.html\" target=\"_blank\">link<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oder: alles eine Frage der Pixelmenge<\/p>\n<p>Beim Kauf jeder Digitalkamera ist es eine der zentralen Fragen: wieviele Pixel sollen es denn werden? Reichen 8 bis 10 Megapixel oder d\u00fcrfen es auch ein paar mehr sein? H\u00f6her, schneller, weiter &#8211; auch bei der Menge an Bildpixeln sind dem Gr\u00f6\u00dfenwahn keine Grenzen gesetzt. Wieviel Gr\u00f6\u00dfenwahn man sich g\u00f6nnt, ist aber nicht nur abh\u00e4ngig von pers\u00f6nlichen Fotovorlieben, sondern vor allem eine Frage des Geldbeutels. 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