5 Fragen an …

Moni.

Eigentlich hatte ich mir in einem früheren Bloggerleben einmal geschworen, keine Stöckchen mehr aufzuheben – aber bei so etwas seltenem wie einem Foto-Stöckchen konnte ich nicht widerstehen. Thomas hat mir diese 5 Fragen weitergereicht – es lohnt sich auf jeden Fall auf seinem Blog auch einmal zu stöbern und seine Antworten auf diese Fragen nachzulesen.

1. Mit welcher Kamera würdest Du bis ans Ende Deiner Tage fotografieren?

Bis ans Ende Deiner Tage – das klingt unheimlich lang und ich hoffe das ist es auch. Naja, also im Moment nenne ich eine nun dreieinhalb Jahre alte Nikon D200 mein Eigen. Auch, wenn sie – in digitalen Maßstäben – echte Greisin ist, hat sich mich doch noch nie im Stich gelassen. An ihrem Funktionsumfang könnten sich einige der aktuellen Kameras ein Stückchen abschneiden, aber beim Dynamikumfang muss ich im Vergleich zu meiner besseren Hälfte und seiner 5DMkII ein bis zwei Augen zudrücken. Ein paar mehr (gute) Megapixel hätte ich auch gerne und so soll es bald eine Kamera mit Vollformatsensor werden. Im Moment warte ich sehnsüchtig auf das Nachfolgemodell der D700 – die durch diverse Gerüchteküchen geisternde D800.

Aber – so eine digitale Kamera ist in meinen Augen nichts für “bis in alle Ewigkeit”. Das müsste dann schon eine Filmkamera sein. Entweder eine schöne Mittelformatkamera oder ein Leica M Modell. Zu beidem fehlt mir zwar das notwendige Kleingeld – aber man wird ja mal träumen dürfen.

2. Zeige uns Deine Lieblingsfotos und erkläre, warum Du sie magst.

Hmm. Hmmmmm. Schwierig. Ich habe natürlich ein paar All-Time-Fovourites unter meinen Bildern – aber auf die habe ich schon solange geschaut, dass ich sie hier eigentlich nicht zeigen möchte. Ich habe eher in jedem Projekt, dass ich gerade abgeschlossen habe Lieblingsfotos. Weil ich auch meistens das Gefühl habe, in den neuen größeren Projekten wieder ein bisschen besser geworden zu sein, reihen sich diese Bilder dann auch immer gerne vorne ein in die “Lieblingsliste”. Im Moment sind meine Lieblingsbilder also welche, die ich vom Evererest Trek aus Nepal mitgebracht habe.
(Klick auf das Bild öffnet größere Version)

old man

Lange habe ich nur Unbelebtes fotografiert – grafische Motive, Schatten, Details. In der letzten Zeit schleichen sich immer mehr Personen in meine Bilder, wodurch sie für mich deutlich gewinnen. Trotzdem würde ich meine Stärke nicht gerade bei Portraits sehen – deshalb bin ich so stolz auf dieses Foto. Der alte Herr hat mich in einem Tempel in Pathan bei Kathmandu mit der Kamera herumlaufen sehen und mich gestikulierend gefragt, ob ich Lust habe, von ihm ein Bild zu machen. Er wollte kein Geld dafür  – er wollte nur das Ergebnis auf dem Display sehen. Als ich es ihm zeigte, hat er gekichert .

rikschaw?

Hier kommen beide Vorlieben zusammen. Ein starkes grafisches Moment einerseits durch die Vogelperspektive, den Anschnitt der Rikscha und die klaren Schatten und andererseits Lebendigkeit durch die Person im Bild. Ich mag die Farben, die Strukturen und die Verteilung von Licht und Schatten.

temple nap

Führende Linien, schöne Strukturen und ein stiller Moment. Selten genug in einer so quirligen Stadt wie Kathmandu.

heading to the monastry

Ein richtiger Streetshot, weitwinklig, mitten aus dem Leben und im wahrsten Sinne des Wortes ein “farbiges” Motiv. Hier stecken eine Menge Erinnerungen drin.

3. Welchen Tipp gibst du jemanden, der gerade anfängt zu fotografieren?

Wenige. Ich finde, man sollte als “Fotoneuling” erst mal eine Zeitlang herumprobieren und sich mit der Technik einerseits und mit der eigenen Art zu sehen andererseits auseinandersetzen. Außerdem lernt jeder anders.  Ich glaube die einzigen Tipps wären:

Konzentriere Dich auf das Wesentliche
– was ist das eigentliche Motiv Deines Bilds?
– was ist das, was Dich dazu gebracht hat, den Auslöser zu betätigen?

Weniger ist mehr
– was kannst Du auf einem Bild noch weglassen, ohne das die Bildaussage den Bach runter geht?

Sehe Dir die Bilder andere Fotografen an
– was gefällt Dir daran? was nicht?
– und wieso?

4. Wähle aus “Kätzchen, Baby, Sonnenuntergang oder Blumen”

Kätzchen sind süß, aber genau wie Sonnenuntergänge für mich zu klischee-behaftet. Vielleicht sollte ich mich eigentlich genau deshalb damit auseinandersetzen. Hmmm … Bei Blumen ist es eigentlich auch nicht viel besser, aber da habe ich wenigstens ansatzweise einen Draht zu. Babybilder sind hübsch – aber Kinder reizen mich als Motiv erst dann richtig, wenn sie etwas älter sind, dann, wenn sich ihre Persönlichkeit auch anderen als den eigenen Eltern deutlich zeigt.

Ich logge also Blumen ein.

5. Wem sollten diese Fragen als nächstes gestellt werden?

Ich reiche den Staffelstab weiter an Stefan Neuweger – der ein bisschen regelmäßiger als ich über Fotografie bloggt und an dem ich mir mal ein Beispiel nehmen sollte.

10
0