Kontraste am Ende des Lichts

Und weiter geht es mit Beispielen aus dem Workshop am Rande des Lichts  oder – wie Alex vielleicht sagen würde – mit dem Herzeigen von mehr Opferfilm.

Ich konnte ja leider nicht von Anfang an dabei sein, sondern bin am Freitag erst nach der Arbeit zur Gruppe gestoßen. Mein erster Ausflug dieses Tages war also der zum Thema: wir gehen raus bei wenig Licht und belichten einen 400er Film wie ISO 25. Klingt paradox, oder? Ich hätte in dem Moment gerne meine kleine handliche Nikon FE2 dabei gehabt, die liegt gut in der Hand und hat einen dezenten Spiegelschlag. Aber nein, ich hatte (wie schon gestern angeseufzt) meine dicke Mittelformat dabei (selber schuld). Bei ihr muss ich mich immer super konzentrieren, sie ruhig und gerade zu halten.

Es war “mein erstes Mal” was gepullten Film angeht – sonderlich  gereizt hatte mich das bisher noch nicht. Aber, wenn Micha von Spürsinn einen so nachdrücklich zum Experimentieren auffordert, lohnt sich das meistens. Ich bin dann brav der Anweisung gefolgt: “wählt eine möglichst lange Belichtungszeit”. In meinem Fall lagen die Verschlusszeiten zwischen 1/15 bzw 1/8 Sekunde.

Das Bild oben zeigt, was dabei herauskam. Ich war und bin einigermaßen überrascht. Mit reichlich Grauwerten hatte ich schon eher gerechnet, nicht aber mit so feinen Detailkontrasten.
(HP5+ 400 @ISO 25, entwickelt in HCD “new”)

Nach unserem Nachtspaziergang vom sehr späten Freitag bzw. sehr frühen Samstag hatte ich noch Film übrig. Den habe ich Samstag direkt nach der  der Mittagspause verschossen. Einen HP5+ @ISO 3200 bei knalligem Sonnenschein. Verschwendung sollte man meinen.

Ich hatte Mühe, noch eine passende Verschlusszeit für meine Blende 22 zu finden – bei einer 1/1000 Sekunde ist Schluss bei der Pentax. So musste ich den Scan minimal in der Belichtung nach unten korrigieren. Dann kommt sowas dabei heraus. Die Detailkontraste sind immer noch prima – hinzu kommt eher “dramatischer” Bildausdruck durch einen richtig knackigen Gesamtkontrast im Bild.

Zwei eher extreme Herangehensweisen an die Themen ISO und Belichtung, aber reich an Aha-Erlebnissen. Und Spaß hat es gemacht!!

Monika Andrae

monika.andrae@gmail.com
2 Comments
  • Stefan

    18/07/2011 at 21:52

    Die Ergebnisse sind prima. Unerwartet. Und gut. Du siehst die Qualität eines HP5 und die Kreativität, die digital einfach nicht geht. Hat sich gelohnt. Danke für’s Zeigen!

  • […] Pullen: Moni schreibt darüber […]

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