Eine Woche später

Der Blumenstrauß, den ich bekommen habe, ist inzwischen verwelkt, (beinah) schlaflose Nacht davor ist vergessen, das Schlafdefizit aufgeholt.

Inzwischen kann ich meine große Nervosität im Vorfeld der meiner ersten Austellung wieder relativieren – es ist eben “nur” eine firmeninterne Veranstaltung. Die Eröffnung wird sehr schnell, die Bilder spätestens in drei Monaten, wenn sie durch Werke eines anderen Kreativen ersetzt werden, wieder vergessen sein. Eigentlich also kein Grund wibbelig zu werden, oder?

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Der perfekte Auflauf

Gastblogger Chris Marquardt hat das Wort.

Es kommt wie es kommen musste, der Urlaub geht langsam zu Ende und die schöne Zeit in den Schweizer Alpen lässt sich nicht beliebig verlängern. Um so besser ist es, ein paar schöne Erinnerungen mitnehmen zu können. Und natürlich (wie könnte es nach dem letzten Beitrag anders sein) dreht sich auch hier alles um das Essen.

Das leibliche Wohl und die Reisen. Ich liebe es, im Urlaub das Essen zu zelebrieren, mit lokalen Zutaten selbst zu kochen und herauszufinden, was die Gastküche der Gastwohnung so alles hergibt. Glücklicherweise bietet unsere aktuelle Unterkunft so ziemlich alles, was man in der Küche (und nicht nur dort) braucht. Und das sogar meist doppelt. Bis auf den Staubsauger, den gibt es in dreifacher Ausführung. Aber ich schweife ab.

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900 Höhenmeter in 5 Minuten

Gestärkt von der weltbesten Bolognese-Sauce inklusive der obligatorischen Nudeln und einem Schüsselchen Salat nehme ich jetzt den zweiten Anlauf, einen (längst überfälligen) Blogeintrag zu schreiben. Auch, wenn satt sein faul macht … und Rotwein sowieso … und auch, wenn Chris derweil fleißig Bilder importiert und ich damit jetzt noch warten muss (menno!)… und überhaupt … READ MORE

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1000 Meter Männer

Es ist Wochenende.  Und Wochenende bedeutet in erster Linie Relaxen – in zweiter Linie Kilometer machen. Da der Doc noch keine Freigabe für’s echte Sporteln gegeben hat (jaja, die Bronchien), geht es in etwas gemäßigterem Tempo in den Wald. Schließlich muss Chris seine neuen Wanderschuhe einlaufen und meinen schadet es auch nicht, wenn sie mal wieder bewegt werden.

Unsere Route führt uns zu Beginn entlang eines Trimmpfades. Diverse Schilder, die uns auffordern Rumpfbeugen, Froschsprünge, Liegestützen oder Klimmzüge zu machen, ignorieren wir geflissentlich. Ich habe dabei auch nicht im geringsten ein schlechtes Gewissen. Ein Schild am Wegrand lässt mich aber ein- bis zweimal stutzen. Beim dritten Mal stutzen zücke ich mein iPhone – hier das Beweisbild:

1000m Männer

1000m Männer

Was soll ich mit tausend Metern Männer? (mir reicht einer völlig) … und wie muss ich diese Übung im Detail ausführen? Nach jedem Mann den Rumpf beugen (mit Nachwippen?) , ein paar Froschsprünge machen (Sportler 10, Nichtsportler 15 Wiederholungen) oder Slalom laufen? Wegen unklarer Aufgabenbeschreibung – z.B. waren weder die Übungsdauer noch die Anzahl verbrauchter Kalorien gelistet – habe ich von der Durchführung der Übung abgesehen.

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Fischgeschick

Frau caliente liebt es, von meinen Missgeschicken zu lesen. Besonders amüsiert es sie, wenn Blut fließt. Extra für Frau caliente gestehe ich hier und jetzt, dass mich heute mit einem Tiefkühlfisch angelegt habe. Mit einem Rotbarsch, um es präzise auszudrücken.

Ich stehe meinem Tiefkühlschrank. Voller Elan (bzw. Hunger) mache ich mit Schwung und einem kleinen Messer (die Schere war abgängig) einen Schnitt in die Verpackung. Durch die Öffnung angle ich mit dem Finger nach einem Filet. Die Dinger pappen irgendwie aneinander und so ziehe ich statt einem, gleich drei aus der Tüte. Zwei davon folgen der Schwerkraft und schlagen mit der Kante auf meinem rechten nackten Fuß auf. Probieren Sie es ruhig mal aus – es ist kein schönes Gefühl, wenn einem gefrorener Fisch aus ca. 1,70 Metern Höhe auf den Fuß fällt. In einem Anflug kalter Rache (bzw. Hunger) mache ich mich nun daran, dem Fisch ein Gemüsebett zu schnippeln, auf dem er nachher mit etwas Wein, Kreuzkümmel und ein bisschen Butter garen soll. Natürlich ergreift mein Messer für den Fisch Partei und dringt in meinen Daumen ein. Es blutet (bitte sehr, Frau caliente). Weil ich nicht gewillt bin, den Fisch mit Blut, statt Wein anzugießen, wickle ich ein Tuch um den Daumen und schneide weiter. Was interessiert mich so ein Schnitt!
Der Rotbarsch wandert also wie geplant in den Backofen und nach 25 Minuten klingelt brav der Wecker. Eine Prüfung zeigt, dass das Gemüsebett noch ein bisschen braucht und so setze ich mich wieder vor meinen Computer um weiter Bilder zu bearbeiten. Nur kurz, nur fünf Minuten. Aus fünf Minuten werden fünfzehn. Das Gemüse hat ordentlich Farbe gezogen (… ähem, ist schwarz eine Farbe?) und der Fisch auch. So ein Reinfall. Gut dass noch Wein übrig ist, ich brauche dringend einen Schluck. Meinen Sie eine Klage gegen flickr und eine Softwarefirma wegen Mundraub hätten Aussicht auf Erfolg?

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