Hoppla!

Manchmal braucht es nur einen Scan Workshop, um sich mal wieder durch altes Material zu wühlen und unerkannte oder vergessene Schmuddel-Bilder auszugraben.

Auf der Suche nach scantechnischen Herausforderungen bin ich über eine zwei Jahre alte Doppel-Belichtung aus Dresden gestolpert.  Hoppla!

Kamera: meine beliebig unzuverlässig arbeitende Diana F.
Film: Fuji Astia 100F cross entwickelt.

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Linden in seinen Fenstern

In den letzten Wochen habe ich an chronischer Nicht-Inspiriertheit gelitten und andere meiner kreativen Hobbies machen mir auch immer noch keinen Spaß. Zu wenig Energie bleibt nach Feierabend, zu sehr kreisen meine Gedanken um anderes.

Um den Gedankenkreisel zu stoppen – und weil ich aus Erfahrung weiß, dass es eine super Ablenkung ist – bin ich am letzten Wochenende zur Workshop-Gruppe des Happy Shooting Spielzeugladen-Workshop gestoßen. Mehr so als Maskottchen und Naseweis vom Dienst, denn als Teilnehmer. Die Gruppe war richtig prima und Moni entspannte sich langsam.

Du schaust hinaus

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Während des ersten großen Ausritts bei dem die Teilnehmer sich die Füße beim Thema Portrait nassmachen durften, habe ich mich mit meiner 6×7 (dem Beast) abgeseilt und ging Ideen suchen. Immer mit der Hoffnung: “Vielleicht findet mich ja die ein oder andere, wenn ich nur lange genug Angriffsfläche biete.”

Ich habe mich durch das Viertel treiben lassen, und die Atmosphäre eines Samstagmorgens mit seinem munteren Markttreiben eingesogen. Frische kühle  Luft und ein Dauerblinzeln in die Sonne … so müssen sich Wochenenden anfühlen!

Hannovers Stadtteil Linden ist ein Viertel im Umbruch. War es früher eher eines der Schmuddelkinder, so ist es jetzt eine der Ecken der Stadt, in der man viele ungewöhnliche Läden, Kleinkunst, Cafés und Kneipen findet. Die Leute hier sind eher von der entspannteren Sorte und man kommt leicht mit ihnen ins Gespräch. Besonders dann, wenn man mit einer dicken analogen Spiegelreflex durch die Straßen schlendert. (Ich wurde an dem Morgen gleich in zwei analoge Fachsimpeleien verwickelt).

Ein Gefühl von Leichtigkeit wollte ich einfangen … die eher alternative, ungewöhnliche Seite der Nachbarschaft. Aber ich habe so eine Ahnung, dass mir das nicht geglückt ist. Die Idee, die mich schließlich fand, spielt mit der Mehrschichtigkeit von Augenblicken. Um es mit Lewis Carroll zu sagen: mit den Dingen hinter dem Spiegel – und Linden auf der anderen Seite.

Das erste Bild, das mich fand, war das einer traurig blickenden Puppe hinter einer Fensterscheibe …. danach ging ich auf Suche. Die letzten beiden Wochenenden. Ich habe Linden in seinen Fenstern gefunden – und das, was dahinter wohnt.

[Ganz oben gibt’s die Galerie mit (fast) allen Bildern zum Durchblättern. Klick auf den Pfeil blättert weiter.]

 

Nächstes Projekt ist eine neue Motivklingel – versprochen!

 

 

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Noch mehr Platz für Monster

Wie Chris bereits vor ein paar Tagen bereits bloggte, die spannenden Bilder findet man sehr häufig in extremen Lichtsituationen. Kombiniert man die dann auch noch mit “in die Ecke getriebenen” sprich tüchtig gepushten Filmen, kann man sich so richtig in Kontrasten suhlen.

Das unten gezeigte Bild entstand am frühen Nachmittag, in hartem Mittagslicht  auf einem meiner letzten Rollei R3, belichtet auf ISO 1600.
Jedermann Sache ist das sicher nicht. Mir aber gefällt, wie der Gegensatz von tiefschwarzen zu beinahe weißen Flächen das grafische Moment der Bildaufteilung  zusätzlich unterstreicht.

Früher habe ich mir immer vorgestellt, dass unter meinem Bett ein Krokodil lebt, was beim Zubettgehen nach meinen Knöcheln schnappt. Deshalb bin ich abends – aber nur dann – immer mit einem großen Hopser ins Bett gesprungen. Heute wohnen unter meinem Bett höchstens noch Wollmäuse … aber hinter der Linie 7, da ist noch viel Platz für lichtscheues Getier.

[Klick macht groß]

Film: Rollei R3 400 @ ISO 1600, entwickelt in Spürsinn MixTour

 

Wer die Extreme verschiedener Lichtsituationen hinter der Kamera und auch im Labor ausloten möchte – vom  15.-17. Juli 2011 halten wir in Braunschweig einen Doppelworkshop gemeinsam mit Spürsinn, zu den Themen Fotografie am Ende des Lichts und Entwicklung am Ende des Lichts. Wie immer ganz analog und mit viel Raum für Spielfreude.

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